Margitta Grötsch, M.Sc.

Assoziiertes Mitglied im Forschungskolleg Franken, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin

Margitta Grötsch ist seit Oktober 2023 als Innovationslotsin bei der IHK für Oberfranken tätig.

Kontakt

Margitta Grötsch, M.Sc.
Forschungskolleg Franken
am Institut für Fränkische Landesgeschichte
Marktplatz 1
95349 Thurnau
E-Mail: margitta.groetsch@uni-bayreuth.de

Promotionsprojekt

in der Neuesten Geschichte
Betreuerin: Prof. Dr. Margarete Wagner-Braun, Universität Bamberg

Arbeitstitel: Die Entwicklung der Textil- und Bekleidungsindustrie in den Jahren 1972 – 2008.
Anpassungsstrategien der oberfränkischen Textil- und Bekleidungsunternehmen.

Der Wirtschaftsraum Oberfranken ist überwiegend mittelständisch geprägt. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Unternehmen der oberfränkischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Trotz der wirtschaftlichen Entwicklungen in dieser Branche, konnten sich die Unternehmen aus Oberfranken am Markt behaupten. So zählt Oberfranken seit den Anfängen der Textil- und Bekleidungsindustrie zu den Spitzenreitern der bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie und ist heute der größte bayerische Textilstandort. Im Rahmen des Dissertationsprojektes wird mit einer qualitativen Analyse untersucht, welche Anpassungsstrategien die oberfränkische Textil- und Bekleidungsunternehmen verfolgt haben. Bisherige Studien zur oberfränkischen Textil- und Bekleidungsindustrie konzentrieren sich auf den Zeitraum bis zur deutschen Wiedervereinigung. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass die Überlebensfähigkeit der oberfränkischen Textil- und Bekleidungsindustrie von der Wandlungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft der Unternehmen abhängt. Detaillierte Aussagen zu den notwendigen Strategien werden in diesen Arbeiten jedoch nicht getroffen.

Das Dissertationsprojekt geht über die bisherigen Betrachtungszeiträume. Durch die Analyse der Anpassungsstrategien wird die oben skizzierte Forschungslücke geschlossen. Theoretische Grundlage stellt das Konzept der „Dynamic Capabilities“ aus der modernen Evolutionsökonomie dar. Auf Basis dieser Methode werden die unternehmerischen Anpassungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Effektivität überprüft. Datengrundlage bilden hierfür Experteninterviews sowie Geschäftsberichte der oberfränkischen Textil- und Bekleidungsunternehmen. Um die Aussagen wertneutral einordnen zu können, werden zusätzlich statistische Daten und Archivmaterial ausgewertet.

 

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Textil- und Bekleidungsindustrie in Oberfranken
  • Entwicklung der Digitalisierung
  • Dynamic Capabilities
  • Evolutionsökonomie
  • europäische Fusionskontrolle

 

Vita

seit 2023Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Projekt „Industriekulturregion Nordbayern“
seit 2020Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungskolleg Franken am Institut für Fränkische Landesgeschichte (Universität Bayreuth/Universität Bamberg)
2017-2020Regierungsangestellte bei der Regierung von Oberfranken
2015-2018Master of Science im Studiengang European Economic Studies an der Universität Bamberg
2010-2014Bachelor of Arts im Studiengang Internationale Wirtschaft und Entwicklung an der Universität Bayreuth