Die Geschichte der Thurnauer Schuhfabrik

Pop-Up-Ausstellung zum Strukturwandel in Nordbayern

Pop-Up-Ausstellung: „Die Geschichte der Thurnauer Schuhfabrik“

Im Jahr 1945 gründeten die Kriegswitwen Elisabeth Becker und Lieselotte Küper eine kleine Schuhfabrik in Thurnau mit dem Ziel, „etwas herzustellen, was jeder in dieser Zeit gebrauchen konnte“. Auch wenn die Fabrik seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr existent ist, so ist die Erinnerung an diesen Teil der Thurnauer Industriegeschichte im Bewusstsein zahlreicher Menschen, deren Arbeits- und Lebenswelten mit der Fabrik verbunden war, noch immer präsent. Was verbinden diese Menschen heute mit dem Unternehmen und wie ist die Erinnerung an die Fabrik heute noch greifbar in Thurnau? Mit der kleinen Pop-Up-Ausstellung im Institut für Fränkische Landesgeschichte (IFLG) möchten Mitarbeiter des IFLG zusammen mit Studierenden der Universität Bayreuth eine Antwort auf diese Fragen geben. Die Geschichte der Thurnauer Schuhfabrik wird dabei sowohl im Kontext der deutschen bzw. fränkischen Schuhindustrie im 19. und 20. Jahrhundert sowie im Vergleich mit heutigen Umwelt- und Produktionsstandards in den weltweit führenden Schuh-Produktionsländern betrachtet.
Eingerahmt wird die Ausstellung in ein vielseitiges Begleitprogramm: Mit Führungen durch Thurnau und durch ein moderiertes Zeitzeugengespräch wird die Ausstellung um lebendige Elemente erweitert. Kurzvorträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IFLGs, die ihre aktuellen Forschungsthemen anschaulich präsentieren, runden das Veranstaltungsprogramm ab.

Ausstellungsort:
Institut für Fränkische Landesgeschichte, Marktplatz 1, 95349 Thurnau, Anfahrt
Multifunktionsraum O 18, Ebene 3 (Zweites Stockwerk)

Öffnungszeiten:
2. April | 10 bis 18 Uhr
3. April | 12 bis 18 Uhr

Zutritt zur Ausstellung:
Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie, dass im Institut für Fränkische Landesgeschichte als Außenstelle der Universität Bayreuth die Zugangsregeln der Universität zu beachten sind. Daher ist der Zutritt zum IFLG nur Personen gestattet, die geimpft, genesen oder getestet sind. Zudem ist das Tragen einer FFP2 Maske verpflichtend.

Begleitprogramm:

Samstag: (2. April)

10:30 Uhr Margitta Grötsch, M.Sc.: Die Entwicklung der Textilindustrie in Oberfranken seit 197212:30 UhrWalter Gaube, M.A.: „Taghell ist die Nacht erleuchtet“. Die Geschichte der Elektrizität in Oberfranken

ab 10:30 UhrVorträge des Forschungskollegs Franken
11:30 UhrFabian Braun, M.A.: Ein Umzug mit Hindernissen: Die Übersiedlung des jüdischen Kaufmanns Jonas Nordschild nach Schweinfurt 1850/51
13:30 UhrMichael Seiz, M.A.: Späte Kelten und frühe Germanen in Franken. Das erste vorchristliche Jahrhundert als Zeit großen Wandels
15:00 UhrFührung durch den Markt Thurnau | mit Niklas Kolb und Michael Kaczmarski

Sonntag: (3. April)

16:00 UhrZeitzeugengespräch mit Frau Geißler | Moderation: Lukas Pohlt und Tom Zimmermann

14:30 UhrFührung durch den Markt Thurnau | mit Niklas Kolb und Michael Kaczmarski

Ausstellungsteam:
Projektleitung:
Benedikt Martin Ertl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFLG
Dr. Marcus Mühlnikel, Akademischer Oberrat am IFLG
Studentische Mitarbeiter:
Tim Dietrich, Michael Kaczmarski, Niklas Kolb, Lukas Pohlt, Tom Zimmermann
Wissenschaftliche Beratung:
Margitta Grötsch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IFLG
Sarah Schormair, Leiterin der Aichacher Museen und des Stadtarchivs

Blog zur Ausstellung:
Auf dem Blog des IFLG wird jede Woche ein neuer Blog-Beitrag zur Pop-Up-Ausstellung erscheinen. Neben ersten visuellen Impression zur Ausstellung erfahren Sie hier vertiefende Informationen zu den einzelnen Ausstellungsbereichen und den gezeigten Exponaten.

Redaktion: Benedikt Martin Ertl

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